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Gemeinderat hat über Stadtbahn-Nordtrasse entschieden

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Die Entscheidung für die Stadtbahn-Nordtrasse ist gefallen: Mit großer Mehrheit bestätigte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Linienführung über Paulinenstraße, Sülmertor und Austraße. Damit kann die Bahn wie geplant ab Ende 2012 die Heilbronner City mit Neckarsulm, Sinsheim und Mosbach verbinden.


Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen hatte die Stadtverwaltung ergänzende Zusagen gemacht, um einigen im Industriegebiet von der Stadtbahn betroffenen Firmen entgegenzukommen. Dazu gehören beispielsweise weitere Linksabbiegemöglichkeiten.

Die Kosten für die Stadtbahntrasse belaufen sich auf 77,2 Millionen Euro, davon 8,6 Millionen Planungskosten. Nach Abzug der Bundes- und Landeszuschüsse verbleiben für die Stadtwerke Heilbronn GmbH 19,4 Millionen Euro.

Als nächster Schritt soll der Antrag auf Planfeststellung beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht werden, der Planfeststellungsbeschluss könnte im Frühjahr 2010 erfolgen. Danach können die Bauarbeiten starten, beginnend mit Leitungsverlegungen am Sülmertor und dem anschließenden Umbau der Salzstraße.

 

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Lesen Sie zum Thema auch den Artikel aus der Heilbronner Stimme vom 3.4.2009 von Herrn Joachim Friedl

Heilbronn Gemeinderat bestätigt Linienführung nach Norden durch die Paulinenstraße

Ende 2012 wird die Stadtbahn Heilbronn mit Neckarsulm, Sinsheim und Mosbach verbinden. Diesem Ziel ist das Jahrhundertprojekt gestern ein gutes Stück nähergerückt. Mit großer Mehrheit bestätigte der Heilbronner Gemeinderat gestern bei sechs Gegenstimmen (FDP/FWV) und zwei Enthaltungen (Rep) die bereits im Oktober 2006 beschlossene Linienführung Richtung Norden von der Allee durch die Paulinenstraße, Sülmertor, Austraße, Hans-Rießer-Straße bis zur Gemarkungsgrenze.

In diesem Beschluss enthalten ist, dass an der Kreuzung Allee/Karlstraße geradeaus in das Quartier rund um den Franziskanerhof gefahren werden kann. Das Linksabbiegen Richtung Wollhaus wird es dagegen nicht geben. Abgerungen hat der Gemeinderat der Verwaltung die Zusage, dass auf der Allee auf Höhe des Stadttheaters eine Wendemöglichkeit geschaffen wird. Ferner versprach die Verwaltung, dass die Zusicherungen von Baubürgermeister Wilfried Hajek gegenüber den Firmen in der Au-, Salz- und Hans-Rießer--Straße Bestandteil der Entscheidung sind. Dazu gehören unter anderem Lkw-Abstellplätze, Linksabbiegemöglichkeiten, Erhalt der Gleisanschlüsse und zusätzliche Ampelregelungen.

Die Forderung der SPD-Fraktion, die Variante Kreuzenstraße ebenso gründlich planerisch aufzuarbeiten wie die Trasse durch die Paulinenstraße, wurde zurückgezogen, nachdem die Verwaltung zusagte, die bisherige Planung dem Gremium zur Prüfung zur Verfügung zu stellen. Sollte die Ergebnisse unzureichend sein, behält sich der Gemeinderat einen Beschluss über tiefergehende Untersuchungen vor.

Vom Tisch ist mit der gestrigen Entscheidung die von der FDP/FWV-Fraktion favorisierte Trassenvariante Europaplatz/Weipertstraße. Diese Strecke lehnte der Gemeinderat mit großer Mehrheit ab.

Als nächster Schritt wird nun der Antrag auf Planfeststellung beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht. Der Planfeststellungsbeschluss könnte dann im Frühjahr 2010 erfolgen, so dass dann die Bauarbeiten anlaufen könnten. Begonnen werden soll mit Leitungsverlegungen am Sülmertor, dann soll der Umbau der Salzstraße anlaufen.

Im Verlauf der zweistündigen Debatte betonten die Fraktionen noch einmal intensiv ihre Haltung in der Trassenfrage, würdigten, dass die Verwaltung in den vergangenen Tage den Unternehmen im Industriegebiet sehr weit entgegengekommen ist, bemängelte aber auch die Informationspolitik des Rathauses. Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach bewertete die Diskussion der zurückliegenden Wochen als konstruktiv. Die Verwaltung habe sachgerecht aufgeklärt und sagte: „Wir müssen unseren Fachleuten glauben schenken.“

Sicherer über die Gleise

Blindengerechter Überweg am Hauptbahnhof
31.7.2008

Blinde und Sehbehinderte können sich auf dem Bahnhofsvorplatz nun besser orientieren: Die Überwege über die Stadtbahngleise, die Busspur und die Straßen im Bereich des Haupteingangs sind jetzt mit sogenannten Blindentastern ausgerüstet. Zusammen mit einem Leitsystem aus Rillen- und Noppenplatten hat die Stadtwerke Heilbronn GmbH 72.600 Euro investiert. SWH-Geschäftsführer Manfred Schmidt und Wolfgang Heiler von der Bezirksgruppe Heilbronn des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Ost-Baden-Württemberg (BSVOBW) stellten die neue behindertenfreundliche Anlage jetzt vor.

Besonders die Stadtbahnquerung stellte die Planer vor eine große Herausforderung: Die Taster mussten in die Signalschaltung der Stadtbahn eingebunden werden. Gemeinsam mit der Heilbronner Bezirksgruppe des BSVOBW sind dafür Vibrationstaster nach dem Vorbild der Stuttgarter Straßenbahn ausgewählt worden. Deren Platte vibriert, wenn der Druckknopf betätigt wird und kein Stadtbahnfahrzeug heranfährt. Die Taster befinden sich vor jeder Gleisquerung auf der Bahnsteigseite des Überweges. Das Leitsystem erleichtert das Auffinden der Taster.

 

Bahnsteig in Leingarten wird sicherer

Signalisierung in Leingarten wird verbessert
22. Juli 2008

Die Signalisierung für am Bahnsteig wartende oder die Gleise überquerende Fahrgäste wird im Bahnhof Leingarten und am Haltepunkt Leingarten-Ost Ende August verbessert. An beiden Haltepunkten waren innerhalb von vier Wochen zwei Menschen durch durchfahrende Bahnen der Albtal Verkehrs Gesellschaft (AVG) getötet worden. Die Maßnahmen wurden im Rahmen einer Ortsbegehung am Dienstag, 22. Juli zwischen Vertretern der Gemeinde Leingarten, darunter Bürgermeister Ralf Steinbrenner, und der AVG, darunter Geschäftsführer Dr. Walter Casazza, sowie Vertretern der Polizei und des Landratsamtes gemeinsam abgesprochen.

Im Bahnhof Leingarten wird die Optik des dort vorhandenen Rotlichts für die Gleise überquerende Fahrgäste vergrößert. Zudem wird das akustische Warnsignal künftig deutlich lauter auf Züge aufmerksam machen. An der Rampe am Mittelbahnsteig wird außerdem durch ein zusätzliches Rotlicht für Fußgänger auf herannahende Bahnen aufmerksam gemacht. Bei der auf Wunsch der Gemeinde geplanten Verlängerung des Bahnsteigzugangs im Bahnhof Leingarten werden die dann notwendigen Sicherungsmaßnahmen mit den bereits bestehenden Einrichtungen im Einvernehmen mit der Aufsichtsbehörde harmonisiert.

In Leingarten-Ost werden genau wie im Bahnhof Leingarten die Signalgeber optisch beziehungsweise akustisch verstärkt. Außerdem wird eine dort im Umfeld der Haltestelle befindliche und möglicherweise sichtbehindernde Kilometertafel versetzt.

 

Planfeststellungsbeschluss Haltepunkt Heilbronn-Böckingen/West

Regierungspräsidium erlässt Planfeststellungsbeschluss für den neuen Haltepunkt Heilbronn-Böckingen/West
24.6.2008

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in diesen Tagen den Planfeststellungsbeschluss für den Bau des neuen Haltepunktes Heilbronn-Böckingen/West für die Stadtbahnlinie Karlsruhe - Heilbronn - Öhringen erlassen.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Mit dem Bau des neuen Haltepunktes Heilbronn-Böckingen/West bekommen das Gewerbegebiet Böckingen/West und die Halseter Siedlung einen direkten Zugang zur Stadtbahn. Dadurch können zusätzliche Fahrgastpotentiale für die Stadtbahnlinie Karlsruhe - Heilbronn - Öhringen erschlossen werden. Durch den direkt an der B 293 gelegenen Park & Ride-Platz erhalten die Bürgerinnen und Bürger zudem eine attraktive Möglichkeit, auf die Fahrt mit dem Auto in die Heilbronner Innenstadt zu verzichten.“

Der neue Haltepunkt erhält zwei Seitenbahnsteige mit einer Nutzlänge von je 120 Metern, so dass auch Langzüge dort halten können. Darüber hinaus sind auch die Zuwege zur neuen Haltestelle, die Anbindung an das Straßennetz sowie der Park & Ride-Platz mit 63 Stellplätzen Gegenstand der Entscheidung. Die während des Verfahrens eingegangenen Einwendungen sowie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sind in die Genehmigung - teilweise in Form von Auflagen - eingeflossen.
Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft als Betreiber der Stadtbahnlinie Karlsruhe - Öhringen rechnet mit Kosten von rund 1,5 Mio. Euro für die Maßnahme und einer Bauzeit von rund 6 Monaten. Bereits im Herbst 2008 soll mit dem Bau begonnen werden. Mit dem neuen Haltepunkt Böckingen/West sind dann alle Haltepunkte zwischen Eppingen und Heilbronn realisiert.

Der Planfeststellungsbeschluss und die genehmigten Pläne liegen vom 07. Juli bis einschließlich 21. Juli 2008 im Technischen Rathaus der Stadt Heilbronn, Cäcilienstraße 49, zur öffentlichen Einsichtnahme aus.

 

Gemeinderat beschließt getrennte Gleise für die Stadtbahn

Allee soll durch Stadtbahn zur Promenade werden

Mit dem Ausbau der Stadtbahn in Richtung Norden will die Stadt Heilbronn die Allee als attraktive Promenade umgestalten. Nach den Vorstellungen der Planer werden dazu die Gleise der Stadtbahn zwischen Kaiserstraße und Weinsberger Straße getrennt links und rechts der Allee geführt werden. Dies hat der Gemeinderat am Donnerstag, 20. Dezember 2007, entschieden.

 

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Lesen Sie mehr zu diesem Thema unter nachfolgendem Link:

Aktuelle Informationen zur Stadtbahn Nord [pdf-Datei; Größe: 28,68 KB]

Weitere Planungen für Stadtbahn vergeben

Gestaltung soll aus einem Guss sein
5.11.2007
Die Stadtwerke Heilbronn GmbH hat weitere umfangreiche Planungsleistungen für den Bau der Stadtbahn-Nordstrecke vergeben: Das Stuttgarter Büro Fichtner Bauconsulting GmbH wird die Eisenbahnunterführung Sülmer Tor planen, die Straßburger Architekten-Arbeitsgemeinschaft Alfred Peter und Werkgemeinschaft Karlsruhe wird die Gestaltungspläne für die Nordtrasse im Heilbronner Stadtgebiet erstellen. Insgesamt investiert die Stadtwerke Heilbronn GmbH rund 275 000 Euro in diese Planungen, teilt SWH-Geschäftsführer Manfred Schmidt mit. Ziel ist es, dass die Stadtbahn bis 2012 Neckarsulm, Sinsheim und Mosbach mit der Heilbronner Innenstadt verbindet.

Die Heilbronner Nordstrecke durchfährt im Stadtgebiet zwischen Allee, Paulinenstraße und Industriegebiet sehr unterschiedliche Straßenräume, das Büro denkt bei der Planung an eine durchgängige Gestaltung – wie es auch zwischen Hauptbahnhof und „Harmonie“ der Fall war -, das unterschiedliche Ausbaustandards zulässt. Erste Bürgermeisterin Margarete Krug: „Mit den ausgewählten Architekten wird die Stadtbahn Nord besonders in der Allee die erfolgreiche Gestaltung der ersten Innenstadtdurchfahrung aufgreifen und die Dynamik der aktuellen Entwicklung der Innenstadt an der Allee und nach Norden fortsetzen.“

Für die Planung der Nordtrasse hatte die Stadtwerke Heilbronn GmbH fünf Architekturbüros in Südwestdeutschland und im Elsass angefragt. Das Architekturbüro Peter hat bereits bei der Integration der Straßburger Stadtbahn in das urbane Stadtgefüge Pionierarbeit geleistet und Maßstäbe gesetzt. Zusammen mit der Werkgemeinschaft Karlsruhe hat das Büro das Projekt „Nordbahn“ in der Residenzstadt geplant. Für Heilbronn erstellt er den Gestaltungsentwurf für die Stadtbahn mit besonderem Augenmerk auf dem städtebaulich sensiblen Abschnitt Harmonie – Allee – Sülmer Tor.

Am 20.12.2007 soll der Gemeinderat über die Gestaltungsvorschläge für Heilbronn entscheiden. Die weiteren Planungen werden dann auf dieser Basis weitergeführt.



Der Zeitplan bis 2012

Bereits im Juni hatte die Stadtwerke Heilbronn GmbH umfangreiche Planungsleistungen vergeben, um den ehrgeizigen Zeitplan halten zu können. Angestrebt wird ein Planfeststellungsbeschluss bis Ende 2008/Anfang 2009. Dann können auch die Zuschussanträge an Bund und Land gestellt werden. Nach Bewilligung der Zuschussanträge könnte ab 2009 die Feinplanung erfolgen und der Bau im Jahr 2010/2011 beginnen.

Die Stadtbahn-Nordstrecke wird an der Allee von der bestehenden Trasse abzweigen und über Mannheimer Straße - Paulinenstraße - Sülmer Tor - Salzstraße - Industrieplatz - Austraße - Hans-Rießer-Straße und dann bis Neckarsulm parallel zur bestehenden Bahnlinie geführt. Von dort aus werden die Stadtbahnen auf der DB-Trasse künftig über Bad Friedrichshall Sinsheim und Mosbach erreichen. Die Stadtwerke Heilbronn GmbH ist für Bau und Finanzierung des drei Kilometer langen Abschnitts auf Heilbronner Gemarkungsfläche zuständig.

Gesamt-Investitionen: 136 Millionen Euro

Die Kosten für die gesamte Nordstrecke (einschließlich Planung) belaufen sich auf 136 Millionen Euro, auf den Heilbronner Abschnitt entfallen rund 59 Millionen Euro. Davon muss die Stadtwerke Heilbronn GmbH 19 Millionen Euro aufbringen.