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Stadtwerke Heilbronn GmbH vergibt Planungsleistungen

2012 soll die Stadtbahn auch Richtung Norden fahren, Um diesen ehrgeizigen Zeitplan zu halten, hat die Stadtwerke Heilbronn GmbH jetzt die ersten umfassenden Planungsleistungen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro vergeben. In seiner Sitzung am 20. Juni 2007 stimmte der Aufsichtsrat nach europaweiter Ausschreibung der Vergabe an die Karlsruher Bietergemeinschaft aus DB International GmbH, Karlsruhe, TTK (Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH) und der AVG (Albtalverkehrsgesellschaft mbH, Karlsruhe) zu.

„Heilbronn bekennt sich damit zum Schlüsselprojekt Stadtbahn; ich bin sicher, dass die Nordstrecke genauso erfolgreich sein wird wie die West-Ost-Strecke´“, erklärte Erste Bürgermeisterin Margarete Krug, die in ihrer Funktion als Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende erstmals eine Sitzung leitete.

Der weitere Zeitplan strebt einen Planfeststellungsbeschluss bis Ende 2008/ Anfang 2009 an. Dann können auch die Zuschussanträge an Bund und Land gestellt werden. Nach Bewilligung der Zuschussanträge könnte ab 2009 die Feinplanung erfolgen und der Bau im Jahr 2010/ 2011 beginnen.

(Quelle: Stadt Heilbronn, Pressestelle)

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Anrainerkommunen unterzeichnen Planungsvereinbarung

Von Neckarsulm bis Mosbach und Jagstfeld bis Sinsheim: an dem Großprojekt Stadtbahn- Nordstrecke sind zahlreiche Kommunen, der Landkreis Heilbronn und die Deutsche Bahn beteiligt. Am 11. Juni unterzeichneten die Beteiligten die Planungsvereinbarung über das rund 77 Millionen Euro umfassende Zukunftsprojekt für die Region.

Auf Heilbronner Gemarkung wir die Stadtbahn von der Harmonie über Allee - Mannheimer Straße – Paulinenstraße – Sülmer Tor – Salzstraße – Industrieplatz – Austraße – Hans-Rießer-Straße geführt. Ab Neckarsulm-Kaufland übernimmt Neckarsulm, das mit Kaufland, Rötel, Audi-Forum und Neckarsulm-Nord/ Audi-Tor 6 gleich vier Haltepunkte erhält. Bis Neckarsulm-Bahnhof wird die Trasse parallel zur bestehenden DB-Strecke geführt. Die Möglichkeit eines zweigleisigen Ausbaus wird derzeit noch geprüft. Ab Neckarsulm wird die Stadtbahn als Zweisystem-Fahrzeug die vorhandene DB-Strecke bis Mosbach und Sinsheim nutzen.

„Ich bin froh, dass jetzt mit Nachdruck an die Nordachse gegangen wird“, betonte der Neckarsulmer Oberbürgermeister Volker Blust. Mit fast 25 000 Ein- und 5 000 Auspendlern wir die Stadtbahn ein attraktives Angebot für die Berufstätigen und Schüler sein und den Individualverkehr spürbar entlasten.

Hohe Erwartungen setzt auch der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg in die Nordstrecke. „Alle bisherigen Strecken haben zu einer Belebung des ÖPNV geführt, die Kommunen noch attraktiver gemacht und so unseren Wohn- und Wirtschaftsraum insgesamt gestärkt.“

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Millionenprojekt mit Zukunft

Die Stadtbahn-Nordstrecke wird an der Harmonie von der bestehenden Strecke abzweigen und über Allee - Mannheimer Straße – Paulinenstraße – Sülmer Tor – Salzstraße – Industrieplatz – Austraße – Hans-Rießer-Straße geführt. Ab Kaufland-Neckarsulm verläuft die neue Strecke parallel zur DB-Strecke bis zum Neckarsulmer Bahnhof. Von dort geht es auf der bestehenden DB-Strecke bis Jagstfeld. Ein Ast führt über Offenau und Gundelsheim bis nach Mosbach/ Neckarelz, der andere über Bad Wimpfen und Bad Rappenau nach Sinsheim.

Die Kosten für die gesamte Nordstrecke (einschließlich Planungsleistung) belaufen sich auf 136 Millionen Euro; auf den rund 3 Kilometer langen Abschnitt auf Heilbronner Gemarkung entfallen rund 59 Millionen Euro, von denen die Stadtwerke Heilbronn GmbH 19 Millionen Euro aufbringen.

77 Millionen entfallen auf die Kommunen, die Landkreise und die Deutsche Bahn AG. Neckarsulm ist nach dem Landkreis Heilbronn, der 11,5 Millionen Euro beisteuert, mit 3,6 Millionen Euro der größte Einzahler. Bad Friedrichshall zahlt 1,8 Millionen Euro, Bad Wimpfen 1,6 Millionen Euro, Bad Rappenau 2,5 Millionen Euro, Offenau 0,8 Millionen Euro, Gundelsheim 1,2 Millionen Euro, und der Rhein-Neckar und der Odenwaldkreis sind mit 1,8 Millionen Euro beteiligt.

Weitere rund 50 Millionen Euro wird die Förderung der Baukosten durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ausmachen, so dass es ab 2012 heißen kann: Freie Fahrt nach Norden!

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Stadtbahn-Nord senkt Schadstoffemissionen

Eine Untersuchung, die die Auswirkung der Stadtbahn-Nordstrecke auf die Schadstoff-Emissionen in Heilbronn prognostiziert, belegt eindeutig: die Nordstrecke bringt entscheidende Einsparungen bei Feinstaub, Kohlendioxid und Stickoxiden.

Feinstaub verursacht eine Vielzahl von gesundheitlichen Störungen und kann sogar krebserregend sein. Kohlendioxid ist das wohl bekannteste Treibhausgas, das für eine Erwärmung der Erdatmosphäre mit allen daraus resultierenden Problemen verantwortlich gemacht wird. Stickoxide verursachen Reizungen und Schädigungen der Atmungsorgane, sind für die Entstehung des Sauren Regens verantwortlich, fördern die Smogbildung und die Ozonbildung unter dem Einfluss von UV-Strahlung.

Ausgangssituation
Durch seine Funktion als Oberzentrum sowie seine spezielle verkehrliche Lage ist Heilbronn mit erheblichem Individualverkehr sowie den negativen Auswirkungen, insbesondere im Bereich der Emissionen belastet.

Um in dieser Situation zumindest einen Teil des zu erwartenden Mehrverkehrs aufzufangen wurde in den vergangenen Jahren der ÖPNV gestärkt. Wichtigster Bestandteil war und ist der Auf- und Ausbau eines Stadtbahnnetzes. Derzeit bereits umgesetzt ist die Stadtbahn in West-Ost-Richtung von Eppingen über Heilbronn nach Öhringen. Diese Stadtbahnstrecke hat die Nachfrageprognosen deutlich übertroffen und dadurch auch zu einer Entlastung im PKW-Verkehr beigetragen.

Nächste Etappe ist die Realisierung einer Stadtbahnverbindung nach Norden über Neckarsulm und Bad Friedrichshall nach Mosbach/ Neckarelz und Sinsheim.

Grundlagen
Ausgangspunkt der Berechnungen ist die Nachfrageprognose zur Stadtbahn-Nordstrecke, die im Rahmen der Standardisierten Bewertung erstellt wurde:

- ein Rückgang der PKW-Wege um ca. 5 000 an einem Werktag,
- eine Einsparung von ca. 16 700 PKW-Kilometern innerorts an einem mittleren Werktag, und
- eine Einsparung von ca. 20 700 PKW-Kilometern außerorts an einem mittleren Werktag.

Gezeigt hat sich, dass die Prognosen der Standardisierten Bewertungen auf den bereits vorhandenen Stadtbahnstrecken teils um mehrere Hundert Prozent übertroffen wurden. Die Methodik der Standardisierten Bewertung ist so angelegt, dass sie das zu erwartende Aufkommen in der Regel nach unten abschätzt. In der Realität werden die prognostizierten Fahrgastzahlen daher zumeist überschritten. Die ermittelten Einsparungen dürften daher bei der Realisierung der Stadtbahn-Nordstrecke sogar noch überschritten werden.

Ergebnis
Die Stadtbahn-Nordstrecke wird im Stadtgebiet Heilbronn zu erheblichen Einsparungen der PKW-Fahrleistungen führen. Als Folge davon sinken die Emissionen von Feinstaub sowie allen Abgasarten. Ermittelt wurde eine Einsparung durch die Stadtbahn

- von 132 Kilogramm an Feinstaub pro Jahr,
- von 850 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und
- von 974 Kilogramm Stickoxiden pro Jahr.

Damit präsentiert sich die Stadtbahn einmal mehr als wahrer Umweltfreund und verbessert durch konsequenten Ausbau und rege Nutzung die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt.

(unter Verwendung der Untersuchung „Wirkung der Stadtbahn Heilbronn Nord auf die Schadstoff-Emissionen in Heilbronn“, ptv traffic mobility logistics AG, Karlsruhe)